Wirkungsstätten der Herren von Buchenau        

Der Einflussbereich der Herren von Buchenau war viel weitreichender als der Laie es heute erahnen mag. Wir wollen mit dieser Seite einen Überblick über die Orte des Wirkens, sei es durch Belagerungen, Einsatz als Amtmänner oder auch als Vermittler u.v.m. geben. So lassen sich noch heute Spuren und Hinweise von Kälberau bis Meiningen, von Würzburg bis Kassel und von Schlitz bis Nentershausen finden.

Die Seite befindet sich im Aufbau und wird ständig ergänzt ! Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird hier wohl niemals erreicht werden.

 

 

Hier einige Bilder von Orten an denen die Herren v. Buchenau Einfluss nahmen:

 

Buchenau, Stammsitz 

            

Buchenau Stammburg

 

 

Wohnturm Seckendorff Schloss Buchenau

 

Einige der Burgen, Orte und Städte mit deren Geschichte der Name "von Buchenau" mit nicht unerheblichem Einfluss in Verbindung steht:

Buchenau, Bodes, Branders, Erdmannrode, Fischbach,Giesenhain, Dittlofrod, Mengers, Eichhof, Hersfeld, Friedewald, Frielingen, Glauburg, Milnrode, Schenklengsfeld, Fürsteneck, Haselstein, Hofaschenbach, Mittelaschenbach, Hauneck, Kirchhasel, Langenschwarz, Mackenzell, Sassenburg, Wehrda, Bieberstein, Steinau, Brandenfels, Fulda, Hünfeld,  

Kälberau, Meiningen, Vacha, Schlitz, Rotenburg, Würzburg um nur einige zu nennen. 

 

 

 

Burg Hauneck

Die Burgruine Hauneck liegt ca. 7 Km von Buchenau auf dem Basaltkegel des Stoppelsberges.Vermutlich im 14 Jahrhundert von den Herren von Haune erbaut und später zu Hessen-Marburg gekommen wurde sie im Rahmen des hessischen Bruderkrieges in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts durch die Herren von Buchenau zerstört.

 

Burgruine Hauneck, Torbogen

 

 

 

 

Burg Brandenfels 


In der Gemeinde Herleshausen liegt im Wald versteckt über dem Werratal oberhalb der Ortschaft Markershausen die, auch heute noch beeindruckende, Ruine der Burg Brandenfels. An drei Seiten von steilen Hängen umgeben und durch einen tiefen Halsgraben vom Berg getrennt, war die Burg gut geschützt. Laut Hinweisschild auf der Ruine waren die "von Buchenau" einst Ganerben (Mitbesitzer) der Burg. Später waren die "Treusch von Buttlar" alleinige Besitzer der Anlage. Georg Landau (Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Band II) berichtet uns aber auch über eine Entführung des Erzbischofs von Magdeburg im Jahr 1326 an der unter anderen "Wetzel von Buchenau" beteiligt war. Das Entführungsopfer soll etwa ein Jahr auf Brandenfels festgehalten worden sein.

 

 Vacha

 

Burg Wendelstein - Tor zur Stadt

In der Stadt Vacha an der Werra in Thüringen waren Eberhard und sein Vetter Gottschalk von Buchenau gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts bis Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts als Burgmannen der Burg Wendelstein am dortigen Werraübergang eingesetzt. Gottschalk von Buchenau hielt 1406 zeitweise auch ein Drittel der Pfandschaft an Burg und Stadt. Zwei Drittel hielt der hessische Landgraf Hermann der II. (Quelle Wikipedia - Burg Wendelstein).  

 

Burg Wendelstein in Vacha, Thüringen

 

Buchenauer Wappen, Vorderburg Schlitz

 

 

Kapelle in Langenschwarz

Auch durch Familiäre Bündnisse weiteten die Buchenauer ihren Einflussbereich aus. So gelangte, wie im oberen Beispiel zu sehen, durch Heirat in andere Adelsfamilien der Region, dieses Buchenauer Wappen an die Vorderburg in Schlitz ! Überall auf den weit verbreiteten früheren Besitztümern finden sich noch heute die Spuren der "Herren von Buchenau" so wie links und unten auf einem Fenstersturz an einem Nebengebäude der Kapelle in Langenschwarz. 

   

 

Allianzwappen Buchenau - Berlepsch

 

 

 

 

 

Kirche Neuenstein - Raboldshausen

 

 

 

Burg Friedewald, Fotos: H.Wenzel

 

Durch Verpfändung oder als Amtmänner saßen auf vielen Burgen, wie z.B. in Friedewald (Fotos oben) und Fürsteneck (Foto unten) und in so mancher Stadt im hessischen, fränkischen und auch im thüringischen immer wieder Mitglieder der  Familie " v. Buchenau ".  

 

 

Burg Fürsteneck

 

Die Tannenburg

 

 

Eine besonders schöne Burg, auf der wir schon einige tolle Feste miterlebt haben, ist die Tannenburg bei Nentershausen. Auch sie wurde einst von den Buchenauern belagert. Wie uns der in Fachkreisen bekannte Historiker Georg Landau in seinem Buch "Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Band II" berichtete, standen die Buchenauer und die Tannenburg Besitzer "von Baumbach" aber offenbar nicht immer in Feindschaft zueinander. Landau berichtet von einer Entführung im Jahre 1550 in die auf Seiten der Entführer u.a. ein "Gottschalk v. Buchenau" und ausserdem "Emmerich und Wilhelm v. Dörnberg" verwickelt gewesen sein sollen. Im Rahmen dieser Aktion fanden die Entführer, so wird berichtet, auch auf der Tannenburg Unterschlupf. Die Geiseln, zwei junge Grafensöhne, sollen nach Burg Herzberg, dann nach Buchenau und später in die Festung des "Markgrafen Albrechts von Brandenburg" gebracht worden sein. Sie sollen im folgenden Jahr nach Zahlung eines Lösegeldes wieder frei gekommen sein. Die wirklichen Gründe für diese, in der damaligen Zeit, keineswegs seltene Aktion, bleiben uns aber verschlossen. Mehr Infos: www.tannenburg.de 

 

 

Milnrode

 

Reste der Ringmauer

Etwas abgelegen von Bad Hersfeld in der Nähe von Asbach in einem kleinen idyllischen Seitental findet man heute noch die Reste einer kleinen Burg. Mehr als ein paar Mauerreste, dem Burggraben und einem Hinweisschild ist aber nicht mehr vorhanden. Auch diese kleine Burg, die damals vermutlicherweise zum Schutz oder vielleicht auch der Kontrolle der umliegenden Siedlungen gebaut wurde, gelangte (laut verschiedener Quellen) irgendwann durch Erbschaft in den Besitz der "Herren von Buchenau".  

 

 

Teilausschnitt des Hinweisschildes
Teilausschnitt des Hinweisschildes auf der Ruine

 

 

 

Taufbecken mit Buchenauer Wappen in der evangelischen Kirche in Haunetal Neukirchen

Buchenau


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" IG Mittelalter Buchenau " im  November 2010